…und viel Geld sowie Bezirkspolitiker die offensiv die Probleme angehen!

Die Schandmale der jahrzehntelangen SPD-Herrschaft ziehen den ganzen Stadtteil runter wenn nicht endlich eine Zukunftsstrategie für die Kunbauten entwickelt wird. Eigentlich wissen doch alle, dass der Wohnraum zuviel ist und zuviel Menschen mit wenig Einkommen auf einem Fleck dort wohnen. Von asozialen und kriminellen Tendenzen mal ganz zu schweigen. Und bald wird noch ein Hochhaus leer stehen bleiben!

Aber seit etlichen Jahren tritt die Politik auf der Stelle und kommt kaum voran. Ein Hochhaus ist immerhin schon verbessert worden, was auch begrüßenswert ist, aber das Hochhausviertel wird dadurch nicht gerettet. Dabei haben die Kamp-Lintforter doch gezeigt, dass es auch klappen kann. Doch dazu müsste eben wenigstens ein wenn nicht sogar zwei Hochhäuser verschwinden. Die Baufläche im Zentrum des Stadtteils könnte durch Investoren vermarktet werden, so ließe sich auch vielleicht zusammen mit Fördergeldern das Projekt finanzieren wenn schon öffentliche Mittel nicht ausreichen.

Das Umfeld darf dabei auch nicht vergessen werden: ein Viertel mit überwiegend Sozialschwachen ist mehr als schwer zu sanieren, die Bevölkerungsstruktur muss auch verändert werden, sprich Menschen, die arbeiten gehen und sich ordentlich gesetzeskonform verhalten müssen wieder im „Wohnpark Hochheide“ die Oberhand gewinnen. Vor zwei Wochen las ich in der FAZ (die WAZ kann man nicht mehr lesen!) wie eine Hochhaussiedlung in Bremen mit vereinten Kräften der Beteiligten, Fördermitteln aus dem Programm „Stadtumbau West“ und einem Investor auf Vordermann gebracht wurde. Da gelang es weil überflüssige Hochhäuser abgerissen und die Flächen neu vermarktet wurden. Aber natürlich muss das Geld da sein um das Wohnumfeld zu verbessern wozu auch nebenbei bemerkt eine engagiertere Bekämpfung der Kriminalität gehören würde.

Alle politischen Gruppierungen und Parteien sowie die Bürgerschaft müssen dafür mobilisiert werden sonst hat Hochheide keine Zukunft! Wir als Hochheider Bürger und Politiker könnten ja von anderen lernen wie sowas geht!

Jeden Tag Polizei!

Am alltäglichen Anblick der Einsatzwagen der Polizei und den Polizisten in Kampfmontur hat man sich schon gewöhnt. Und viele Bürger sind auch froh, dass den pöbelnden Jugendgruppen in der Hochheider Ladenstadt Einhalt geboten wird.

Nur kann das jetzt eine dauerhafte Lösung sein alleine mit Repression den Stadtteil zu befrieden?! Ich finde es auch beunruhigend wenn jetzt öfters Jugendliche und Polizei aneinanderrasseln wie heute abend, wo die Polizei wieder Platzverweise aussprach und mancher Jugendliche sich heftige Wortgefechte mit den Beamten lieferte („…was wollt ihr denn, ich habe doch gar nichts gemacht…„). Während mancher Bürger dann murmelt „…endlich wird mal was gegen die gemacht…„, „…jetzt kriegen sie das Pack mal an den Kragen…“ und ähnlich wenig freundliche Gedanken halblaut äußern.

Das, und die leider nicht selten rassistisch gefärbten Meinungen im Internetportal „derWesten“ lassen nichts Gutes für das künftige Zusammenleben im Stadtteil erwarten. Da bricht bei vielen Bürgern wohl der Frust über den Niedergang des Stadtteils Hochheide leider auch in pauschalen Schuldzuweisungen gegenüber Menschen ausländischer Herkunft oder pauschal gegen Muslime aus.

Dass Kriminalität nicht mit Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu tun hat wird jetzt ausgeblendet weil leider viele zwielichtige Gestalten in Hochheide ausländischer Herkunft sind. Und mancher sieht da seine Vorurteile (gerne?) bestätigt.

Die herrschende Politik im Homberger Rathaus hat dieser Entwicklung lange tatenlos zugesehen und wurde durch die Silvesterkrawalle unsanft geweckt und will jetzt mit neuen Vorschlägen die jahrelange Untätigkeit vergessen machen. Aber wo bleiben neben mehr Polizei die sozialen Maßnahmen um die Jugend im Stadtteil wieder aufzubauen und ihr legale Perspektiven anzubieten? Von „paradiesischen Zuständen“ wird ein Jugendamtsleiter Krützberg jetzt wohl nicht mehr reden. Aber sind er und seine Behörde bereit mal endlich Streetworker in den Stadtteil zu schicken und mit anderen Behörden und Institutionen Maßnahmen zu entwickeln um die Jugend von der Straße zu holen?!

Diese Frage stelle ich mir, bin ich es alleine?

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