SPD-Bauten in Hochheide

„hochwertiges Wohnen“?

Werden wir heute ab 16 Uhr im Homberger Rathaus mehr erfahren was der neue Eigentümer des leeren Hochhauses auf der Friedrich-Ebert-Straße in Hochheide plant?

Ich fürchte nach den Meldungen der letzten Tage wird nichts bekannt gemacht werden außer den üblichen Floskeln vom „hochwertigen Wohnen“. Nach der Sitzung werde ich hier darüber schreiben.

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Die Meldung, dass ein Hochhaus in Hochheide an der Friedrich-Ebert-Straße mit 320 Wohnungen wahrscheinlich bald wieder bewohnt sein wird hat im Stadtteil einige Aufregung ausgelöst.

Das Thema ist offiziell geworden weil die Bezirksvertretung im Homberger Rathaus diese Angelegenheit am Donnerstag, dem 26. September 2013 durch Anfragen von CDU und FDP sowie einem Antrag der Linken auf die Tagesordnung bekam. Wie schon gestern in meinem Artikel beschrieben ist das alte „Fromberger“-Hochhaus an der Friedrich-Ebert-Straße im April diesen Jahres von einer Firma namens „Degag“ gekauft worden, die sich wiederum von einer Verwaltungsfirma namens „Altro-Mondo“ vertreten lässt. Noch dürfen die Wohnungen aus bauordnungsrechtlichen Gründen nicht vermietet werden, wie der Bezirksbürgermeister Paschmann in der Sitzung bekannt gab.

Hochhaus in Hochheide

Das Hochhaus an der Friedrich-Ebert-Straße

Doch wenn die Bedingungen der Bauordnung erfüllt werden und der Wohnraum nach den Buchstaben des Gesetzes als sicher gilt wird die Stadt den Einzug von Mietern nicht verhindern können. Warum aber investiert eine Firma viel Geld für ein altes Hochhaus in einer nicht sonderlich attraktiven Wohnumgebung? Wer soll in die 320 Wohnungen einziehen? Auch wenn es nicht offziell ist liegt der Schluss nahe, dass Armutsflüchtlinge aus Südosteuropa, also Bulgarien und Rumänien die neuen Mieter sein werden. Die suchen seit geraumer Zeit billige Wohnungen in großer Menge und werden als EU-Bürger ab Januar auch Sozialleistungen wie Wohngeld und „HARTZ IV“ beziehen können. Im Gegensatz zu Asylbewerbern dürfen sie als Bürger der Europäischen Union auch überall hinziehen und Mietverträge abschließen. Für die Wohnungsgesellschaft ist das ein sicheres Geschäft da mit ziemlicher Sicherheit die Stadt die Mieten ab Januar bezahlen muss.

Hochheide

Kun-Bau in Hochheide

Jetzt rächt es sich, dass viele Jahre lang alle Versuche die Bauten des früheren SPD-Baulöwen Kun abzureißen nur halbherzig betrieben wurden und aus Geldmangel scheiterten. So stehen nicht nur hässliche Bauten in der Gegend rum sondern wie jeder billige Wohnraum ziehen diese Bauten auch Bewohner an, die nur sehr wenig Geld haben. In der Gerüchteküche des Rathauses hört man schon, dass der Investor an der Friedrich-Ebert-Straße auch genau diese Kundschaft im Auge hat. Es ist bekannt, dass die Zahlen der Armutsflüchtlinge aus Rumänien und Bulgarien in Duisburg rapide wachsen, vor zwei Jahren lagen sie noch bei knapp 6000 während es heute über 8000 sein dürften. Ab Januar 2014 rechnen alle mit einem weiteren Zuwanderungsschub. Falls die Wohnungen an Armutsflüchtlinge vermietet werden sollten würde das bei 320 Wohnungen deutlich über 1000 neue Einwohner in Hochheide bedeuten, die ziemlich arm sind und von denen einige wie gerade in Rheinhausen am berühmten „Problemhaus“ in den Peschen zu beobachten ist auch nicht mit den Gepflogenheiten der hiesigen Müllentsorgung vertraut sind. Es gibt also durchaus verständliche Gründe warum die Bürger in Hochheide beunruhigt sind.

Im Oktober oder November erfahren wir hoffentlich was der Investor in Hochheide mit dem Hochhaus vorhat, was mich und andere nur so mächtig ärgert ist der Umstand, dass die Stadtspitze keine Informationen freiwillig rausrückt obwohl sie schon Gespräche mit dem Investor geführt haben soll. Es müssen erst Anfragen und Anträge gestellt werden, oder die Bürger müssen lautstark protestieren bevor die Verantwortlichen im Rathaus sich mal bemühen den Bürgern reinen Wein einzuschenken.

Im Homberger Rathaus haben Herr Radny von der CDU, Herr Rangs von der FDP und Frau Fink von der Linken den Finger in die Wunde gelegt und so die Stadtspitze zum Handeln gezwungen. Das muss ich auch als DAL-Ratsherr neidlos anerkennen. Ich selbst habe die Bemühungen unterstützt und zusätzlich darum gebeten das hochbrisante Thema vorsichtig anzupacken. Bei allen Problemen, die es im Zusammenleben mit Menschen aus Bulgarien und Rumänien gibt denke ich doch, dass die allermeisten von ihnen ordentliche Leute sind, die sich einfach nur ein besseres Leben für sich und ihre Kinder erhoffen. Wir haben nur viel zu tun um das Zusammenleben im Stadtteil gedeihlich zu gestalten, und die Stadt wie auch das Land und der Bund müssen die nötigen Mittel zur Verfügung stellen um Bildungs- und Integrationsmaßnahmen zu finanzieren und alles zu tun damit nicht neue soziale Brennpunkte entstehen.

Wer die Anfragen und Anträge zu der Thematik lesen möchte kann sie unter dem Link https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/to0040.php?__ksinr=20053459 im Ratsinformationssystem der Stadt aufrufen. Tagesordnungspunkte 35, 39, 44 und 48.

Hochheide und die Weißen Riesen

Manche Menschen können das Leben mit seinen ganzen Erschwernissen wie Herausforderungen nicht mehr ertragen. Heute ist ein Mann in Hochheide an der Husemannstraße von einem der als „Weiße Riesen“ bekannten Hochhäuser in den Tod gesprungen, so wird es jedenfalls erzählt

Der vermutliche Selbstmord geschah heute nachmittag gegen 16 Uhr und hat sich schnell im Stadtteil herumgesprochen. Mein Sohn war der Erste, der mir vorhin davon erzählte als ich nach Hause kam. Warum der Mann in die Tiefe sprang lässt sich nur vermuten. Vielleicht hat es was mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit zu tun, dass sich nicht nur in Hochheide angesichts der wachsenden Armut und Perspektivlosigkeit ausbreitet.

Falls der Mann eine Familie zurücklässt drücke ich hiermit mein Beileid aus und hoffe, dass sie der Schmerz über den Verlust des Vaters, Bruders oder Sohn nicht verzweifeln lässt.

Heuschrecken in Hochheide

10. August 2011

Heuschrecke in Hochheide

Eine Heuschrecke in Hochheide

Eine Heuschrecke mitten in der Hochheider Ladenstadt, und im Schatten der Weißen Riesen!

Nun könnte ich hier einen Artikel über böse Spekulanten, einen gewissen Müntefering, leere Ladenlokale, Kaufland, bettelnde Bulgaren an Supermarkteingängen oder die immer weiter verwahrlosenden „Weißen Riesen“ in Hochheide schreiben. Aber das ist mir einfach zu negativ, stattdessen finde ich es viel schöner, dass ich die obige Heuschrecke heute beim Einkaufen zufällig mitten auf dem Gehweg entdeckte bevor jemand auf sie drauftrampeln konnte, meine Frau war so geistesgegenwärtig nach meiner Fotosession das mittelgroße Insekt ins Gebüsch zu scheuchen.

Um es weiter positiv auszuführen: Homberg, die Stadt im Grünen hat neben allen Problemen auch jede Menge Natur direkt vor der Haustür. Am Wochenende ist dann auch wieder Kirmes in Hochheide und Benny freut sich schon darauf. Hochheide ist eben auch ein schöner Stadtteil in dem es viel zu tun gibt!

„Sie sind ein Flegel!“

24. Februar 2011

Gerade bin ich von der Sondersitzung der Homberger Bezirksvertretung nach Hause gekommen, und ich bin über die Umgangsformen eines Ex-Stadtdirektors dort immer mehr erstaunt!

Mehrfach quatscht dieser Ex-Bonze, der angeblich laut im Rathaus kursierenden Gerüchten bald einen gut dotierten Posten bei einer städtischen Gesellschaft bekommen soll, bei Redebeiträgen anderer einfach dazwischen und versucht mit der Attitüde eines großen Oberlehrers den Bezirksvertreter der Linken, Roland Busche einzuschüchtern. An Arroganz und Selbstgefälligkeit ist dieser Mensch kaum zu überbieten! Und sein treuer kleiner Schüler im Homberger Rathaus, Mahmut Özdemir, eifert ihm nach. Dass der Bezirksbürgermeister tatenlos zusieht wie sein Genosse Brandt ständig mit Zwischenrufen stört spricht Bände was die einseitige Sitzungsleitung angeht.

Ansonsten war das heute auch eher eine laue Veranstaltung was eben auch am Thema Haushalt lag. Es gibt eben so gut wie kein Geld zu verteilen, und daran kann keine Partei was ändern. Spannend wurde es erst als die berühmt berüchtigte Bebauung in den Haesen endlich auch offziell zu Grabe getragen werden sollte. SPD und Grüne hatten einen Antrag formuliert der nicht hieb- und stichfest eine künftige Bebauung ausschloss, und da die Linke schlechte Erfahrung mit SPD-Versprechungen gemacht hatte legte Roland Busche einen eigenen Antrag vor um möglichst alle Schlupflöcher für eine spätere Bebauung der Grünflächen in den Haesen zu schließen.

Aber aus einem immer noch unverständlichen Grund wollten SPD und Grüne keinen Kompromiss eingehen und ihre Begründung auf Biegen und Brechen durchsetzen. Den geänderten Text hatten sie noch nicht mal schriftlich vorgelegt. So lässt sich natürlich kein Vertrauen schaffen von dem auch die Rede war. Erst nach langer internsiver Diskussion waren sie überhaupt bereit über einen Kompromiss zu verhandeln. Sie fühlten sich offenbar wegen ihrer Zufallsmehrheit in einer starken Position. Das verführt zu Arroganz.

Der Kompromiss ist aber auch nicht das Gelbe vom Ei, und Roland Busche ließ dann auch zu Protokoll geben, dass er möglicherweise einen Fehler gemacht hätte. Die Angst, dass der gemeinsame Kompromiss eventuell doch noch eine Bebauung zulässt ist zu groß. Das Vertrauen in CDU und FDP ist größer da diese einfach ehrlicher zu sein scheinen. Jedenfalls haben CDU, FDP und auch ich mit viel Zureden die Situation etwas entspannt.

Zu guter Letzt kam das Thema „Streetworker“ auf die Tagesordnung wo die Grünen eine neue Stelle für Hochheide forderten und so taten als wäre die Stadt oder gar der OB daran schuld, dass es keine gibt. Mein Hinweis, dass die „grüne Tante“ in Düsseldorf, also die Parteifreundin und Regierungspräsidentin ein Mehr an Stellen verhindert war dem grünen Bezirksvertreter sichtbar peinlich. So kann man sich mit Showanträgen auch selbst blamieren.

Immerhin habe ich erfahren, dass es eine grundsätzliche Einigung über eine Gedenkstätte für den vor 10 Jahren grausam in Hochheide ermordeten Jungen Sedat gibt. Das sah vor einer Woche noch anders aus. Da gibt es also Fortschritt und Sedat wird nicht vergessen werden wenn es im April zum entsprechenden Beschluss kommt!

Ist das von einigen Bezirkspolitikern und ihren ihnen nahestehenden Lokalzeitungen ausgerufene „Wunder von Hochheide“ jetzt schon vorbei?!

In diesem Blog sind jedenfalls zwei Kommentare eines nun ehemaligen Bewohners des sogenannten „Roten Riesen“ an der Hanielstraße erschienen, die das nahe legen:

Markus:

31. Januar 2011 um 21:51 e
Hallo,
nun bin ich der erste der aus dem Roten Riesen wieder ausgezogen ist und weitere folgen.
Die Wohnungen sind jetzt zwar alle fertig aber die Wohnquallität lässt zu wünschen übrig.
Noch ein paar Jahre und man kann das Haus von den anderen im Block nicht mehr unterscheiden.

Wollte die Info mal los werden.

Gruß
Markus

Markus Sagt:

31. Januar 2011 um 22:20 e
„Verhältnisse“ ist der richtige Ausdruck. Nachdem wir am 01.09.2009 eingezogen waren hatte es auch nicht lange gedauert bis wir das erste mal zum Anwalt mußten. Wohnungsausstattungen die versprochen waren wie z.B. warmes Wasser in der Küche( was in den anderen Häusern immer war ) wurde aus Kostengründen nicht Installiert. Man kann aber auf eigene Kosten ein Untertischgerät kaufen. Der Rollstuhlgerechte PVC ist nur dickeres Papier…. die Tapeten fallen von Wänden und Decken. So viel zu den Ausbauten. Mittlerweile werden in den Kellern schon Fahrräder gestohlen, Hund und oder Mensch machen ins Treppenhauus, denn einen Wachdienst wie versprochen gibt es nicht mehr. Am Empfang sitzen nur noch Mitarbeiter der Caritas die teilweise nachts schlafen. Die Tiefgarage geht nur noch über eine Etage da die zweite unter Wasser steht und mit Stützbalken aus Holz die Decke zum ersten Parkdeck abstützt. Das lustigste an der ganzen Sache ist das nun innerhalb von 1,5 Jahren die dritte Hausverwaltung den Dienst aufgenommen hat und das obwohl man die Wohnungen nicht los wird, diese aber trotzdem immer teuerer werden.
Es gibt noch 1000 sachen die ich in den 1,5 Jahren gemerkt habe….da könnte man ein Buch von schreiben…

Vielleicht ist das nur eine Einzelmeinung, vielleicht aber auch ein Hinweis dafür, dass der Abwärtstrend in Hochheide noch lange nicht gestoppt wurde! Ich würde mich freuen wenn ich mehr Meinungen dazu hören würde!
Wer will kann mir auch anonym eine eMail zukommen lassen: webmaster@der-gruen.de


Wieder ein leeres Ladenlokal in der Hochheider Ladenstadt

Gerade war ich bei „Kaufland“ einkaufen und sah in der Hochheider Ladenstadt das leere Schuhgeschäft in dem es Sylvester zum Brandanschlag kam,…

… und es sah ziemlich leer aus mit einer nicht allzu freudigen Mitteilung am Schaufenster. Offensichtlich wollte der Geschäftsinhaber nicht weiter in der Ladenstadt bleiben obwohl der Laden doch trotz Brandanschlag gar nicht allzusehr beschädigt zu sein schien. Vielleicht war es ihm aber auch einfach nur zu unsicher geworden! Als ich das obige Foto schoss lief ein alter Mann vorbei und grummelte nur „…wieder einer geschlossen…wie soll das nur weitergehen?…„.

Immerhin bleibt der Laden in Hochheide, wenn auch nicht mehr in der Ladenstadt, die muss endlich wieder sicherer werden!

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