Da jetzt ja überall Wahlplakate rumhängen habe ich mir mal gedacht man sollte dem Ex-Stadtdirektor und Möchtegern-OB Brandt einmal ein wahrhaftiges Wahlplakat spendieren!

Damit auch mal allen Wählern klar ist, dass bei diesem Brandt von „neuer Kraft“ nicht die Rede sein kann!

Was soll auch „neu“ sein an einem Vertreter der alten jahrzehntelangen SPD-Herrschaft in dieser Stadt mit all den bekannten negativen Folgen.
Wahrscheinlich wirbt der alte Stadtdirektor auch deswegen nicht mit seiner langjährigen Erfahrung in der Stadtverwaltung weil dann jeder sofort begreift wer für den Niedergang Duisburgs zu Zeiten Zielings verantwortlich war!

Auch wenn dieser ironische Plakatentwurf letztes Jahr von mir erstellt wurde so passt er gerade jetzt in die Wahlkampfzeit!

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Trotz aller Umwerbungen des Möchtegern-OB Jürgen C. Brandt gehen auch die Duisburger Linken auf Distanz zur asozialdemokratischen SPD!

Den Wunsch des abgewählten früheren Stadtdirektors auf Verzicht der Linken auf einen eigenen OB-Kandidaten weisen diese klugerweise konsequent zurück!

Denn eine Unterstützung des überzeugten Schröder-Anhängers und früheren Zieling-Gehilfen hätte der Linken sicher viel Glaubwürdigkeit gekostet. Doch das schließen die Linken nun durch eine öffentliche Erklärung aus. Hier einige Auszüge:

Antwort an einen, der auszog, die Menschen

seine frühere Politik vergessen zu machen…

Hermann Dierkes, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Duisburg

Hallo, lieber Jürgen Brandt,

in einem Schreiben auf Ihrer Internetseite werben Sie um die Unterstützung der LINKEN bei der OB-Wahl. Wir fragen uns allerdings, was Sie tatsächlich bezwecken, wenn Sie uns gleich in der Anrede herabsetzen. Sind Sie so auch in Verhandlungen gegangen, als Sie noch Stadtdirektor waren? Für Sie sind wir ein „Ableger“ einer Partei, „die sich die Linke nennt“. Nach einer derart „Klima fördernden“ Anrede tue ich mich schwer, Ihnen zu antworten. Aber sei es drum. Ich habe mich entschlossen, Ihnen sogar ausführlich zu antworten und werde nicht an einer gewissen Polemik sparen.

Ich antworte Ihnen in Ihrer Eigenschaft als OB-Kandidat des Duisburger Ablegers, der sich SPD nennt, – wobei SPD für Millionen Menschen in dieser Republik allerspätestens seit den Hartz-Gesetzen der Regierung Schröder/Fischer nicht mehr für sozial und demokratisch steht, sondern für

Sozialabbau – Privatisierung – Deregulierung.

Werter Jürgen Brandt, Sie waren bis 2004 neben OB Zieling viele Jahre der maßgebende SPD-Politiker in Duisburg. Sie hatten große Teile der Verwaltung und der städtischen Unternehmen auf Ihre und Bärbel Zielings persönliche Interessen zugeschnitten, – wie die buchstäbliche Spinne im Netz….

Bei den Kommunalwahlen im nächsten Jahr gibt es auf Betreiben von Schwarz-Gelb in NRW keine Stichwahl mehr. Sie möchten, dass wir auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichten, um Sie zu unterstützen. Wir sollten, so Ihr Appell, an unsere WählerInnen und Ihre Interessen denken und die Folgen, die es hätte, sollte Sauerland wieder die OB-Wahl gewinnen. Lieber Jürgen Brandt, Hand aufs Herz: Das ist ein Prachtexemplar von scheinheiliger Argumentation. Nur zur Erinnerung: Ihre bzw. Eure Politik ist 2004 nach über 50 Jahren schlicht und ergreifend abgewählt worden, und zwar mit Pauken und Trompeten. Abgewählt worden seid ihr nach jahrelangen und massiven Auseinander-setzungen auf fast jedem kommunalen Handlungsfeld….

Abgewählt worden seid ihr aber auch wegen der Superloyalität der Duisburger SPD zur Schröder-Müntefering-Clement-Politik, die nicht nur in Duisburg, sondern bundesweit so viele Millionen Menschen verunsichert, in Armut und Verzweiflung gedrängt und entwürdigt hat. Von den beklagenswerten sozialen Fakten zeugt u. a. der Duisburger Sozialbericht 2007, der erste seiner Art, den ihr übrigens ebenfalls nie zustande gebracht habt. Von der skandalösen sozialen Schieflage in der gesamten Republik zeugt auch der aktuelle OECD-Bericht. Dafür trägt Eure Partei maßgeblich politische Mitverantwortung…..

Lieber Jürgen Brandt, DIE LINKE führt in Duisburg einen eigenständigen Wahlkampf und wir wollen ein Maximum an Mandaten holen. Alle Umfragen ermutigen uns ungemein. Unser aktualisiertes Kommunalprogramm steht und wird am 5.11.08 verabschiedet. Wir werden auch einen eigenen OB-Kandidaten aufstellen. Es gibt angesichts der SPD-Politik keine besondere Nähe zwischen uns und Euch. Ihr seid für uns politische Gegner, genauso wie die CDU. Das seht ihr nach Aussagen Eures Parteivorsitzenden Ralf Jäger aus Eurer Sicht genauso…..

Die ganze Erklärung ist unter http://www.linksfraktion-duisburg.de/1585.html nachzulesen!

Damit steht die SPD in Duisburg nun ziemlich alleine da, denn mit den HARTZ IV-Erfindern will kaum noch einer was zu tun haben!

Bei der Duisburger SPD liegen nun die Nerven blank: der „Pflug“-Block hat auf dem Parteitag die derzeitige Bundestagsabgeordnete Weis geschasst und auch viele nicht genehme Ratskandidaten kalt gestellt. Und nebenbei sind nun zwei amtierende Ratsherren der SPD-Fraktion im Duisburger Ratshaus verlustig gegangen!

Kurzum ein Hauen und Stechen um die Mandate mit aktiver intriganter Beteiligung der SPD-Spitze, die nun ihr missliebige Mandatsträger in die Wüste schickt! Das Ganze wird dann auch noch wohlwollend von der SPD-Propagandaabteilung des WAZ/NRZ-Monopols begleitet und jeder Hintergrund einfach ausgeblendet!

Dabei sollten die Bürger ruhig wissen, dass die Duisburger SPD sich in zwei Lager teilt: die Pflug-Getreuen um den derzeitigen Bundestagsabgeordneten Pflug (auch „Fluch“ genannt), der im rechten „Seeheimer Kreis“ tätig ist, und die alte Zieling-Garde um den abgewählten Stadtdirektor und Möchtegern-OB Brandt sowie die Landtagsabgeordnete Walsken und die Noch-Bundestagsabgeordnete Weis.

Und es rummst ordentlich und zerreist die Duisburger aSozialdemokraten so heftig, dass nicht wenige SPD-Mitglieder ihre Partei so beschädigt sehen, dass der nächste Wahlkampf eigentlich schon jetzt erledigt ist. Denn sowas wie eine Basis gibt es jetzt kaum noch. Jetzt laufen auch die wenigen verbliebenen Aktiven weg und der Möchtegern-OB Brandt muss sich wohl mit Geld und Geschenken seine eigene Wahlkampftruppe zusammen stellen. Das ist auch eine Strafe für eine solche Partei Wahlkampf zu machen, die sogar ihre guten Leute in die Wüste schickt um prinzipienlose Karrieristen aufs Schild zu heben!

Um Petra Weis tut es mir sogar ein bischen leid, denn wenn sie auch die falsche asoziale „Reform“politik mitgetragen hat, so war sie doch auch aktiv für ihre Heimatstadt in Duisburg in Berlin tätig und konnte zumindestens auch menschlich mit Andersdenkenden umgehen, ganz im Gegensatz zu einem Hans Pflug, der sich als rechter „Seeheimer“ in Duisburg nur durch Intrigen seiner Helfer Jäger, Link und Bas hervortat und seit langem den Plan verfolgte alle nicht genehmen „Genossen“ aus Ämtern und Funktionen zu drängen!

Überhaupt ist nun gerade die Duisburger SPD zu einem Haufen der angepassten Schleimer verkommen, die ohne eigene Ideen, geschweige denn inhaltliche Prinzipien, nur noch nachäffen was ihnen von oben vorgeben wird. Bis auf ganz wenige Ausnahmen echte karierregeile aSozialdemokraten eben, ganz dem Interesse des Kapitals und ihrer Parteispitze verpflichtet was auf dasselbe herauskommt.

Der einzige, der sich in Duisburg freuen kann, ist unser OB Sauerland, der von einem verbrandten Kandidaten einer gespaltenen Partei kaum noch was zu befürchten hat außer hohlem Geschwätz und vielen leeren Versprechungen!

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