„Bombe und Mond“

12. Februar 2009

So nennt Benny dieses Kritzelkunstwerk, das er mir gestern gezeigt hat.

Ein wenig künstlerische Begabung scheint er ja zu haben. Nur wie kommt er auf die Idee mit den Bomben? Vielleicht sollte ich ihn abends nicht mehr die Nachrichten sehen lassen!
Ist schließlich auch ohne Fernsehen schon schwer genug Kinder so großzuziehen, dass sie die Grausamkeit dieser Welt nicht zu früh mitkriegen.

Als Vater freue ich mich auf jeden Fall, dass mein Sohn schon mit drei Jahren sehr aufgeweckt ist und erste Begabungen sichtbar werden. Hoffentlich weiß das auch die Gesellschaft zu schätzen und wird ihn nicht wegen seiner Herkunft benachteiligen oder gar ausgrenzen. So wie das wohl auch heute immer noch vorkommen soll!

Ein frommer Wunsch in einem Lande, das aberwitzig hohe Milliardensummen für asoziale Spekulanten zur Verfügung stellt und nur einen winzigen Bruchteil davon für die Zukunft der Kinder!

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11 Antworten to “„Bombe und Mond“”

  1. Beobi Says:

    Entschuldige, wenn ich mich da einmische und freundschaftliche Kritik übe.

    Ein Dreijähriger hat um 20 h im Bett zu liegen – und erst recht nicht vor dem Fernseher zu sitzen! Du willst doch bestimmt nicht, dass er psychische Schäden davon trägt. Ein Kind in diesem Alter ist mit Fernsehen vollkommen überfordert und kann Angstneurosen entwickeln, wenn er Dinge sieht, die er überhaupt nicht verarbeiten kann.

    Wenn Dein Söhnchen die geringen Bildungschancen nutzen soll, dann braucht er in erster Linie seinen Schlaf, und der beträgt in diesem Alter mindestens 12 Stunden, plus Mittagsschlaf.

    LG

  2. rai30 Says:

    @ Beobi

    Danke für deine Besorgnis. Aber Nachrichten laufen auch schon vor 20 Uhr.

    Natürlich kriegt der Junge seinen Schlaf, auch wenn er sich fast jeden Abend weigert früh ins Bett zu gehen.

    Was die Bildungschancen angeht bin ich der Ansicht, dass die Politik viel mehr in die Schulen investieren muss und die soziale Selektion in diesem Lande gestoppt werden sollte.

  3. Beobi Says:

    Hallo Rai,

    Deine eigene Formulierung

    “ … Vielleicht sollte ich ihn abends nicht mehr die Nachrichten sehen lassen!“ …

    war Anlass für meinen Kommentar.

    Selbst wenn es früher ist, sind Nachrichtensendungen nichts für Dreijährige. Bitte Fernsehen aus oder Benny ins Kinderzimmer.

    Wie Du weißt, kämpft DIE LINKE für die Abschaffung des selektiven 3-gliedrigen Schulsystems und fordert: Eine Schule für alle – gemeinsam länger lernen.

    LG

  4. Nobby Says:

    Ein dreijähriges Kind darf höchstens 15 bis 20 Minuten am Tag fernsehen. Dazu bedarf es genauer Kontrolle der Eltern und einen vernünftigen Umgang mit Medien. Dieser Umgang wird auch in zahlreichen Kursen vermittelt. Diese stehen jetzt schon seit Jahren in unserem Homberger Familienführer.

    Milliarden werden auch ins deutsche Bildungssystem investiert, Rai, vielleicht nicht genug, aber verantwortlich für die Entwicklung der Kinder bleiben die Eltern und da könnten auch unzählige weitere Milliarden nichts bewirken.

  5. Beobi Says:

    @Rai

    Wer wollte denn schon früh ins Bett? Niemand. Und dennoch, Oma erzählte ein Märchen oder sang leise ein Schlaflied.

    Meine Großtante konnte wunderbar Märchen erzählen, und sie hatte einen anderen Trick – damals gab es noch kein Fernsehen!: Sie schaltete das Radio mit dem grünen Auge leise ein und wir hörten gemeinsam Hörspiele. Ich verstand nichts, schlummerte aber ob der leisen Stimmen immmer ganz schnell ein. Leider funktioniert das heute auch noch, wenn ich eine schöne Stimme im Radio oder Fernsehen höre, so verpasse ich oft Sendungen, die ich unbedingt sehen wollte.

    Ach ja, wenn ich aus Angst vor der Dunkelheit in die Wohnküche stolperte, dann wurde ich zurück ins Bett getragen, die Nachtischlampe wurde abgedeckt und angelassen, sie blieben noch eine Weile am Bett sitzen und gut war’s.

    Ich weiß, man kann Kinder nicht komplett vor der schlechten Welt abschirmen, aber man hat Verantwortung, dass das nicht zu früh und nur wohldosiert geschieht.

    PS: Wie wär’s statt Fernsehen mal wieder mit den Brettspielen, da gibt’s sicher auch für Dreijährige schöne Spiele. Bei uns wurde ziemlich viel „gezockt“ – und ich verlor immer, da meine liebe Omi einen gezinkten Würfel hatte, deshalb kann ich mich auch nicht mehr ärgern, wenn ich verliere. 🙂

    LG

  6. fareus Says:

    Hey, bleibt mal locker Leute.

    Was sagt ihr zu dem Bild von Benny?

    Ich finde es klasse, ich bin ein Fan von Benny.

    Meine Töchter (8 und 12) sind ja schon etwas größer, aber sie haben früher auch viel gemalt.

    LG

  7. rai30 Says:

    Wahrscheinlich tut es nicht viel zur Sache aber Benny ist so aktiv und neugierig, dass er letzte Woche schon den Computer alleine eingeschaltet hat und über den Messenger schon mit anderen Leuten chatten wollte. Meine Frau hat ihn noch rechtzeitig dabei erwischt.

    Der Junge ist einfach nicht zu bremsen und versucht alles in die Finger zu bekommen. Ich denke ja, dass das ein gutes Zeichen für Intelligenz ist, und ob das Bildungssystem diese Begabungen auch wirklich fördert wird sich ja noch zeigen.

  8. Beobi Says:

    @ Rai

    Das ist doch toll, dass Benny so pfiffig ist.

    Wenn noch nicht geschehen, ab in den Kindergarten, dort lernt er soziale Kompetenz und die Umwelt selbstständig und mit anderen erkunden und kennen.

    Die reale Welt ist wesentliche wichtiger als die virtuelle.

    LG

  9. rai30 Says:

    @ Beobi

    Natürlich ist Benny seit letztem Jahr im Kindergarten und entwickelt sich auch ganz gut. Nur in den ersten Monaten hatte er viele kleine Erkältungen da sich die Kinder wohl auch gegenseitig anstecken.

    Allerdings hat das sein Interesse an Computern nicht gebremst. Ständig versucht er zu chatten.

    Allerdings hat er jetzt auch angefangen zu malen und will ständige Aufmerksamkeit. Zusammen mit der täglichen Weigerung früh schlafen zu gehen bedeutet das viel Einsatz und Nerven.

    Kinder großzuziehen ist wirklich Schwerstarbeit!

  10. Beobi Says:

    @ Rai

    Wem sagst Du das? Ich bin selbst Mutter und Oma. 🙂 Dass er sich ansteckt, ist auch normal und stärkt sein Imunsystem. Besuche auf dem Bauernhof vermindern die Allergiegefahr. Also auf in den Zoo oder den Wildpark*), Ferien auf dem Bauernhof etc.

    Wildpark in Düsseldorf-Grafenberg ist kostenlos und zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.

    Die Kreativität fördern ist sehr gut. Vorlesen fördert das Sprachvermögen und das Interesse an Geschichten sowie die Lust auf Bücher, die dann wieder die Fantasie anregen – also: Märchenstunde vor dem Schlafengehen.

    Du wirst merken, Benny wird ganz schnell einschlafen und schön träumen.

  11. rai30 Says:

    @ Beobi

    Zum Zuhören ist er leider zu ungeduldig, insbesondere wenn meine Frau am Abend ihre Lieblingsserien im Fernsehen sieht. Dann will er unbedingt mitgucken, und selbst wenn meine Frau ihn ins Bett trägt steht er wieder auf und protestiert zweisprachig („Ben uymacagim!“ — „Ich schlafe jetzt nicht! Nein!“).

    Der Junge ist einfach sehr an allem interessiert was um ihn herum passiert. Ich überlege jetzt ihn zu einem Sportverein zu schicken damit er sich noch mehr austoben kann. Dann wird er vielleicht auch am Abend müde. Heute werde ich aber mit ihm etwas Fussball spielen und einen extra langen Spaziergang machen, vielleicht hilft das ja auch schon.


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