„Dann kriege ich Ärger mit der Krankenkasse…“

2. März 2009

Übers Wochenende ist mein kleiner Benny plötzlich erkrankt. Fieber, Durchfall und Erbrechen sowie heftige Bauchschmerzen haben ihn und damit auch mich und meine Frau gequält!

Heute war ich mit ihm bei der Kinderärztin. Sie hat ihn untersucht und mit gesagt was er essen sollte. Natürlich hat sie ihm auch Medikamente verschrieben. Als ich nachfragte ob sie auch schleimlösende Mittel verschreiben könnte meinte sie nur, dass sie das jetzt nicht dürfte da ihr Budget für dieses Quartal schon überschritten sei. Die Krankenkassen würden nicht mehr genehmigen. Völlig unabhängig davon wieviel kranke Kinder zu ihr kämen würde sie nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt bekommen. Sie hätte schon jetzt Probleme wegen ihrer vielen Patienten.

Als ich ungläubig staunte erklärte sie mir, dass trotz Grippewelle mit entsprechend hohen Krankenzahlen, dass Budget für Medikamente nicht erhöht worden sei. Einem Mädchen, dass unter einer Allergie leidet hatte sie auch kurz zuvor noch geraten sich ihr Medikament erstmal selbst zu kaufen und im April wiederzukommen wenn das neue Quartal anfängt.

Dass eine Ärztin kranken Kindern notwendige Medikamente nicht verschreiben darf weil Krankenkassen sich weigern mehr zu zahlen selbst wenn es mehr Bedarf gibt zeigt schon wie tief unser Gesundheitssystem gesunken ist. Da wird eben auch an kranken Kindern gespart während gleichzeitig die Beiträge drastisch erhöht werden!

Was soll man von solch einem Gesundheitssystem noch halten? Welche Apparatschiks treffen die Entscheidung Kindern notwendige Medikamente vorzuenthalten indem sie Ärzte unter Druck setzen?

13 Antworten to “„Dann kriege ich Ärger mit der Krankenkasse…“”

  1. Penkerl Says:

    Immerhin gibt es heute noch Kinderärzte. In fünf oder zehn Jahren wird das anders sein. Solche Blogbeiträge lesen auch Medizinstudenten und denken sich: „Kassenarzt? Nein Danke!“ Wer an der Zukunft der medizinischen Versorgung schnuppern möchte, kann schon mal nach Wachtendonk oder Sonsbeck gehen. Der Süden von Westfalen ist auch geeignet. Man muss nicht gleich Mecklenburg-Vorpommern sein.

  2. fareus Says:

    Erst mal gute Besserung an Benny.

    Jeder Bürger in diesem Land müsste verpflichtet werden in die Sozialkassen einzubezahlen.
    Eine Krankenkasse für alle, keine Zwei-Klassen-Medizin.


  3. […] unerträglicher werden diese Bestimmungen, wenn es sich um die Behandlung von Kindern handelt und erforderliche Maßnahmen wegen Budgetüberschreitung verweigert […]

  4. Xirnet Says:

    Welche Zukunft hat Hochheide? Einst fragte dieses Blog danach. Jetzt sind die Kommentare abgeschaltet.

    Das Wunder vom Ruhrgebiet: Die WAZ greift Bürgerthemen auf! Kann jetzt Der teuerste Schandfleck Deutschlands hoffen?

    Aufsteiger Lienenkämper
    Der neue NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (39). Ministerpräsident Rüttgers zu seiner Wahl der Wittke-Nachfolge: „Ich wollte jemand mit Herzblut.“

    WAZ, Politik, 3. März 2009, WBH_1 Nr. 52 – Westlicher Bereich Hellweg

    Im Info-Kasten des Artikels

    Paket von Problemen

    Wie NRW den wachenden
    Güterverkehr verkraften will,
    ohne noch mehr zum „Stauland“
    zu werden ist ungeklärt. Der
    neue Bau- und Verkehrsminister
    übernimmt ein dickes Paket
    von Problemen, an …

    Als Bauminister wird Lienen-
    kämpers größte Herausforderung
    die Siedlungspolitik sein. Weil
    die Bevölkerung schrumpft, sehen
    Experten bald schon Dörfer und
    Stadtteile unbewohnt.

    Auch von mir Wünsche zur Guten Besserung an Rai’s Sohn.

  5. Xirnet Says:

    Keiner nach dem xxxxxxxxxxxxxxxxxxx von Homberg hatte ein politisches Mandat solange wie die Bezirksbürgermeisterin Hildegard Fischer. In 2009 wird sie 75 Jahre und wird ihr aufopferungsvolles Wirken für Hochheide und den Bezirk HRB niederlegen. Die Bezirksbürgermeisterin Hildegard Fischer (CDU Homberg) hat sich immer bemüht. Als Hausfrau hatte sie immer einen warmherzigen Händedruck für die Hochheider Bürger in Not.

    Wir Bürger trauern über das baldige Ausscheiden von Frau Fischer und ihren absehbaren zukünftigen Weg im Einklang mit ihrem Stadtteil Hochheide.

    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    —— Keine Nazi-Vergleiche in diesem Blog! —–


  6. […] – Der teuerste Schandfleck Deutschlands By jakobswege Die Gänse-Änne hat Millionen! der Bürger beim Wert selbstgenutzter Immobilien in Hochheide vernichtet. anderes wort für […]

  7. rai30 Says:

    @ Xirnet

    Das finde ich ziemlich boshaft unsere Bezirksbürgermeisterin Fischer in Zusammenhang mit Nazis zu bringen. Solche Beiträge kann ich nicht dulden!

    Wenn du die Frau kritisieren willst, dann bitte ohne abstruse Nazi-Vergleiche!!!

  8. jakobswege Says:

    > —— Keine Nazi-Vergleiche in diesem Blog! —–

    Hat der Bürgermeister Sonnen aus dem Dritten Reich eine Ehrentafel im Bezirksamt Hochheide, Ruhrort, Baerl?

    Ja? oder Nein?

  9. jakobswege Says:

    Angenommen „Ja“, was tatsächlich der Fall ist.

    Dürfte dann die Bezirksbürgermeisterin Hilgegard Fischer nach 15 Jahren Mandat neben ihm aufgehängt zur Ehrung ihres politischen Wirkens werden.

  10. rai30 Says:

    @ jakobswege

    Ich störe mich nicht an der Diskussion über Ehrentafeln sondern an Kommentaren, die unsere Bezirksbürgermeisterin mit Nazis in irgendeinen Zusammenhang setzt. Das ist einfach grob unfair und beleidigend!

    Inhaltliche Kritik kann auch sachlicher sein!

  11. vergleichende Meinung Says:

    Der ärztliche Notdienst für die Städte Winterberg, Medebach und Hallenberg wird zentral organisiert – über eine gemeinschaftliche Notdienst-Praxis im St. Franziskus-Hospital.

    Den kinderärztlichen Notdienst erreichen Sie in Neheim oder Siegen. Fahrzeit mehr als eine Stunde.

    Über die Verhältnisse im Ferienparadies Hochsauerlandkreis berichtet das Blog „ZOOM, das Sauerland und mehr“ von Hannes Schiebener, Winterberg.

    http://www.schiebener.net/wordpress/?p=2675 Veranstaltung: Die Sauerländer werden alt und älter …

    Die WAZ hat viele Lokalredaktionen im HSK geschlossen. Wer einst schlaue Sprüche bei MedienMoral, dem WAZ-Protest-Blog, klopfte, nimmt jetzt langsam Vernunft an:

    ZOOM aus einem Winterberg von REITZ 2:

    Ich erwische mich ab und zu bei dem Gedanken, was ich denn hier in den Tälern und Schluchten des Hochsauerlandes treiben soll, wenn ich einmal nicht mehr munter durch den Wald traben kann.

    Miserabler öffentlicher Nahverkehr, 16 Prozent Steigung hinauf zu unserer “Hütte” …. Und auch sonst scheinen die Aussichten düster: weniger Schüler, Schulzusammenlegungen, weite Wege …
    Unsere Kinder werden das Sauerland verlassen, wenn sie sich nach der Schulzeit weiter qualifizieren wollen. Dann hocken wir hier mit dem schönen Ausblick und den vielen Quadratmetern Wohnfläche die beheizt und bewirtschaftet werden müssen. Es bleibt (vielleicht) der Schnee und mit ihm der Tourismus. Aber wie lange noch?

    Der Kreistag Hochsauerland wäre gut beraten, sich wie der Kreis Soest ernstlich Gedanken zu machen und die Frage wie am 10. Febr. 2009 zu stellen: „Zeichnen sich in Süd-Westfalen Praxisschließungen größeren Ausmaßes ab? Mit welchen Auswirkungen auf Patienten und Patientinnen ist zu rechnen?“

    Die allseits verbreitete Dummheit gewisser Parteien und die ihr vorstehenden Mandatsträger vernichten Standortfaktoren in einem unsäglichen Ausmaß.

  12. LatropLaptop Says:

    Landesamt für Statistik: Winterberg stirbt 2030 aus!

    http://www.schiebener.net/wordpress/?p=2720#comment-183

    Der Journalist Hannes Schiebener aus Winterberg meint:

    zoom  – Mittwoch, 25. März 2009
    Ok – ich antworte, obwohl ich es nicht gut finde, dass du dich sowohl hinter einem Alias versteckst als auch eine Phantasie-E-Mail-Adresse angegeben hast. Deine und meine gesamten Diskussionsbeiträge auf “medienmoral” sind dokumentiert.
    Du bist dort nicht mit offenem Visier aufgetreten, was ja an sich in Ordnung ist, denn “medienmoral” ist so angelegt. Dazu kam aber, dass du dort in einer merkwürdigen Sprache agiert hast und auch noch agierst. Andere Menschen in der “Blogosphäre” kann ich “hinter den Kulissen” anschreiben, um Missverständnise aufzuklären. Bei dir hingegen ist das nicht möglich. Jetzt lasse ich erst einmal “medienmoral” außen vor und schreibe etwas zu deinen Kommentaren:
    Es gibt viele miese politische Entwicklungen in NRW. Allerdings ist NRW damit nicht einzigartig. Es gibt viele Probleme im HSK, allerdings ist der HSK damit nicht einzigartig.
    Im HSK setze ich mich seit langem mit der Qualität der Lokalberichterstattung auseinander, weil ich hier wohne. Wohnte ich in einen anderen ländlichen Bereich wie dem Siegerland, dem Saarland, dem Thüringer Wald usw. würde ich dies dort ebenso tun. Die Zeitungsmonokultur ist im übrigen nicht nur ein Problem von ländlichen Gebieten. Guck dir Hamburg an! Das Abendblatt: ein Jammer auf Dorfniveau!
    Die Schlagworte, die du zu prägen versuchst, bzw. benutzt erklären nichts. Und du tust dem Herrn Reitz zu viel des Guten, wenn du ihn andauernd “verschlagwortest”.
    Ich höre hier mal auf und schließe so: Wenn du an ehrlicher Kommunikation interessiert bist, dann bitte mit offenem Visier. Deinen Nick kannst du wählen wie du willst, aber die E-Mail Adresse sollte schon real sein.

    Aus der Szene dés Stadtteil-Blogging, wenn es regionaler wird.

    > aber die E-Mail Adresse sollte schon real sein.

    Der Journalist Hannes Schiebener aus Winterberg ist ein Sauerländer. Winterberg Tourist Information kann viele fremde Menschen erreichen: Hannes wird lernen, spätestens wenn er zu Fuß den Berg nicht mehr zu seiner schuldenbeladenen Einfamilienimmobilie mit Nordblick hochkommt – wie er selbst schon sinnierte.

    Zoom aus Winterberg http://www.schiebener.net/wordpress/ – Hannes Schiebener wird das Wackeln des Standortfaktor Winterberg erleben – Schluss mit Tourist Information Winterberg. Der Schnee und die Ferienwohnung schmilst. Kauf Haus Haesen und Winterberg. Zoom off, das ist ein Stück Ba-Boon NRW: Kinderarzt – Notdienst Winterberg, das gibt es nicht. Es gibt gar keinen Kinderarzt in Winterberg.
    Winterberg stirbt bis 2030 aus, so die neuste Analyse des Landesamt für Statistik NRW. Kauf Haus Haesen und Winterberg!

  13. Tenrix Says:

    Es ist gut, dass auch über Winterberg im Sauerland berichtet wird, dass ja wie Hochheide ähnliche Probleme beim demografischen Absturz hat.

    Macht nichts: Acht Prozent der Männer sind farbenblind. Damit muss man leben. Das ist Demokratie – für einige geschäftsführende Vögel und deren Liebhaber mit dem gescheiterten Versuch zur Realisierung von Partikular-Interessen würde das heißen: GRAU

    Ok, ich leg eins darauf: GRÄULICH.

    Kauf Haus Haesen und Winterberg.


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