Was haben Roland Koch (CDU) und die Homberger SPD gemeinsam?!

11. Januar 2008

Abwärts mit Hochheide

Zunächst möchte man meinen es gäbe keine Gemeinsamkeiten: verschiedene Parteien, anderes Bundesland und eine übergeordnete Politikebene. Aber bei genauerem Hinsehen finden sich doch erstaunliche Paralellen!

Nicht nur, dass es um Politiker geht, die jetzt Angst um ihren Sessel bekommen: sowohl in Hessen und auf Bundesebene als auch hier in unserem Stadtteil Hochheide ist nun auf einmal das Thema „Jugendkriminalität“ das wichtigste Aufgabengebiet geworden! Allerlei Maßnahmen werden jetzt schnell angekündigt, und bei genauerem Hinsehen zeigt sich dem interessierten Bürger, dass die Politik sowohl in Hessen als auch hier selbst in letzter Zeit zur Entstehung des Problems beigetragen hat das sie nun angeblich bekämpfen will!

Während Roland Kochs Wahlkampfmunition nun zum Rohrkrepierer wird da auf einmal endlich mal über die ganzen Stelleneinsparungen in der Justiz und der Polizei gesprochen wird, hoffen die Homberger aSozialdemokraten darauf, dass die Bürger nicht merken wer die „Weißen Riesen“, auch bekannt als „Wohnpark Hochheide“ (Zitat eines SPD-Bezirksvertreters!), zu verantworten hat mitsamt der dortigen Verelendung!

Ein SPD-Bauwerk

Und in der parteinahen Lokalpresse wird die Propagandamaschinerie angeworfen um davon abzulenken, dass die Hilferufe der Bürger und Geschäftsleute in Hochheide jahrelang im Homberger Rathaus ignoriert wurden! Bis vor kurzem wollten die meisten Provinzpolitiker und ihre Verwaltungsdiener im Homberger Rathaus nicht wahrhaben, dass Kriminalität und Bedrohungen der Bürger erschreckend zugenommen haben! Auch die anhaltende Flucht vieler Bürger aus dem Stadtteil und die vielen leerstehenden Ladenlokale wollten die werten Damen und Herren nicht sehen und unterdrückten nach Kräften die Kritik an den Zuständen vor Ort, die doch nicht ganz so „paradiesisch“ waren wie ein Jugendamtsleiter Krützberg meinte. Im Protokoll der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl vom 08.11.2007, also gerade mal zwei Monate her, meinte er auch noch die Situation in Hochheide sei nicht so schlimm …dass der Einsatz von Streetworkern notwendig werden könne.

Es geht abwärts mit Hochheide!

Und da haben wir die schlimmste Gemeinsamkeit der Homberger SPD mit einem gewissen Roland Koch: jahrelang wird im sozialen Bereich gekürzt, Stellen gestrichen und bestehende Probleme nicht erkannt um dann wenn es knallt wortreich Maßnahmen anzukündigen, die man zuvor für unnötig hielt da man die Probleme schlichtweg nicht sehen wollte.

Während aber ein Roland Koch vorgestern in der Fernsehsendung „Hart aber fair“ vor großem Publikum als Schaumschläger entlarvt wurde, kann sich die hiesige SPD leider voll und ganz auf ihre Lokalpresse verlassen ohne dort eine kritische Nachfrage wegen ihrer langjährigen Ignoranz befürchten zu müssen.

Das müssen die Bürger selbst tun!

Ein SPD-Bauwerk in Hochheide

8 Antworten to “Was haben Roland Koch (CDU) und die Homberger SPD gemeinsam?!”

  1. Beobi Says:

    Passend zu diesem Thema die MONITOR-Sendung (ARD) v. 10.1.08 – auch nachzulesen auf der Website der Sendung.

    Wiederholung der Sendung am 11.1.08 um 10.30 h im WDR-Fernsehen – Unser Drittes.

    Hier ging es um die Analyse der Ursachen.

    Und genau das ist das Problem. Mit der rechtspopulistischen Diskussion will man von den Ursachen und deren Bekämpfung ablenken.

    Und Koch glaubt, dass das für seine Wiederwahl ein zweites Mal gelingt, genauso wie mit der unsäglichen Unterschriftkampagne vor einigen Jahren. Dabei ist der Koch vorbestraft und die ganze Hessen-CDU steckt bis zur Unterkante Oberlippe in Schwarzgeldaffäre und Korruptionssumpf. Und so jemand will Vorbild für die Jugend sein? So einer wird als Ministerpräsident gewählt?

    Die BürgerInnen sollten mal überlegen, was sie anrichten, wenn sie solche Leute auch noch wählen!

    Aber zu Vorbestraften jeglicher Coleur scheint die CDU ja ein besonderes Verhältnis zu haben, das merken wir hier ja vor Ort ebenfalls. Und die Lokalpresse bietet solchen Leuten auch noch ein Forum …

    Das Umdenken muss in den Köpfen der WählerInnen anfangen.

  2. Zorniger Bürger Says:

    >> Das müssen die Bürger selbst tun!

    Jetzt sag mal Rai wer ist denn überhaupt noch bereit sich für den Bezirk einzusetzen? In der Gruppe des alten HBN wurden doch alle Engagierten von der CDU, SPD und Verwaltung schikaniert und massiv verdeckte Schienbeintritte, Verleumdungen und hinterlistige Blockaden von Projekten.

    Wer ist von den Bürgern noch bereit sich mit solchen Leuten wie Fischer und Scherhag, Hartl und Grindberg einzulassen.

    Und der Blazer Jetski von der WAZ ist ja insgesamt auf den richtigen Weg, aber – verdammt nochmal – warum schreibt der nicht, was der alte Vorsitzende vom Schifferverein über diese Typen meint. Laue ist mit das Urgestein des Bezirks. Das politische und administrative Gesindel hat es geschafft, selbst solche braven Bürger kaputt zu machen.

    Blazer Jetski, lass den Laue mal auspacken. Hildegard Fischer ist reif ihren Bezirksvorsteherinnenposten niederzulegen. Oder soll es zur Randale am 14. Jan. kommen?

  3. rolandbusche Says:

    Liebe Leute

    Ohne ein Gesamtpaket an Aktivitäten wird sich die Situation weiter verschlechtern. Zuerst hat die SPD die Häuser bauen lassen, dann sind die Bürger aus Hochheide weggezogen und jetzt kommen die, die Ghettofeeling toll finden. Abgesehen davon, dass es ja nicht alles Jugendliche sind, die dort tätig sind, finde ich ein Maßnhamenbündel sinnvoll. Das beginnt in der Prävention bei den beschlossenen Elternschulen und anderen Aktionen, die das Jugendamt mehrere Male vorgestellt hat. Beratungsangebote, Projekte wie in “ DU schlägt keiner“ sind alle okay. Dazu brauchen wir aber aufsuchende Sozialarbeit. Natürlich müssen sie seriös sein und nicht Karling oder Maurer heissen. Die Stelle, die bei uns in Ruhrort war und jetzt in Hochfeld war, die wäre dringend notwendig. Das reicht aber nicht, denn verhaltensändernde Maßnahmen wollen gelernt werden. Beispiele für solche Projekte gibt es wie Sand am Meer und sind im Einzelfall zu prüfen. Ein Projekt ist längst beschlossen, das Jugendamt hat die Umsetzung in die Hand des Arbeitskreises “ Kinder und Jugend in Hochheide“ gelegt, „die sollen sich eines aussuchen“, so das Jugendamt auf unseren Antrag. Ich werde in der nächsten BV daran erinnern und die Umsetzung möglichst bald fordern. Das eine ständig präsente Wache auf den Marktplatz gehört, darin sind wir uns wohl einig. Das haben wir breits beantragt für die BV am 22.1., doch bitte bedenkt, dass dies Landessache ist und wir nur Druck auf die Ratsleute unseres Bezirks machen können. Diese müssten dann endlich mal die Landtagsabgeordneten aus Duisburg heiss machen. Natürlich war es ein großer Fehler die Ruine nicht zu kaufen, denn jetzt haben wir wieder nichts in der Hand. Übrigens auch im neuen Haushalt ist kein Geld für einen eventuellen Kauf der Ruine Ottostraße eingestellt, auch kein Euro für die Rückerstattung der vorgestreckten Kohle an der Hanielstraße. Kopf ab, Ausweisung oder Videoüberwachung ist mit uns nicht zu machen. Rechte Parolen und ausländerfeindliche Hetze schaffen keine Abhilfe.

  4. rai30 Says:

    Ich kann dem voll zustimmen bis auf die Ablehnung der Videoüberwachung!

    Ich denke es macht Sinn in der Ladenstadt an einigen Stellen auch Kameraüberwachung einzusetzen um Übergriffe dort zu verhindern und die Szene zumindestens dort im Zaum zu halten.

    Was die leeren Hochhäusr angeht verstehe ich nicht wieso die nicht enteignet werden können. Das habe ich gestern auch dem Oberbürgermeister persönlich gesagt. Worauf ich dann aber auch nur wieder die unklaren Eigentumsverhältnisse (Stichwort: Tiefgaragen!) und schwierigen rechtlichen Bedingungen als Antwort bekam. Die Stadt scheint hier völlig hilflos zu sein.

    Zumindestens soll da jetzt von seiten der Stadt mit größerer Intensität nach Lösungen gesucht werden. Ob es was bringt und wir nach vielen Jahren der Verwahrlosung Fortschritte erleben dürfen wird sich ja noch zeigen!

  5. Beobi Says:

    Hi Rai,

    Videoüberwachung hat lediglich den Effekt der Verdrängung. Das heisst: Die Täter werden in nicht überwachte Wohnbereiche ausweichen.

    Was aber hilft ist eine 24 Std.-Präsenz mittels Polizeiwache am Marktplatz.

    Weiter hilft, Innenminister Wolf (FDP) politisch unter Druck zusetzen, dass er seine Sparmaßnahmen zurücknimmt und für mehr Polizisten im Streifendienst sorgt.

    Um an den Ursachen was zu ändern, bedarf es anderer Maßnahmen. Rücknahme der Kürzungen im sozialen Bereich. Mehr Bildung, mehr Jugendeinrichtungen, mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze etc., um nur die Wichtigsten zu nennen.

    Hier können die örtlichen Politiker am kommenden Montag „Farbe bekennen“ und zeigen, dass sie ihren Worthülsen auch Taten folgen lassen. Machen wir den Bezirklichen Haushaltstag zur Nagelprobe für CDU/GRÜNE/SPD und FDP.

  6. nobby Says:

    zu:

    Videoüberwachung verdrängt „nur“.

    1. Dieser „Glaubensgrundsatz“ der 70ger Jahre vertreten von einigen Fachleuten (aber längst nicht allen!)ist schlicht nicht uneingeschränkt haltbar.

    2. Verdrängung kann aus polizeilich, taktischer Sicht durchaus sinnvoll sein und wird tagtäglich angewandt.
    Ein Beispiel: Natürlich werden Fanclubs auseinandergehalten, also sogar massiv verdrängt.

    Wenn jugendliche Schläger aus Innenstädten verdrängt werden können, ist das ein erstrebenswerter Erfolg.
    Ein wenig plakativ: Im Wald findet der Schläger kein Opfer, findet er kein Opfer, kann er kein Schläger sein!

    Homberg ist sicher nicht New York, aber dort hat es nachweislich geholfen.
    Im Forum „ImWesten“ schilderte eine Leserin die Besserung an einem Park dort sehr anschaulich.

    Nicht alles, was die Partei sagt, muss richtig sein.

  7. sehr besorgt Says:

    Ruhrgebiet: Arme Region, arme Krankenkassen – Lungenkranke in Duisburg sollen leiden.

    Die Rationierung im Gesundheitswesen findet weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

    Dabei wird das Gesundheitswesen als lästiger Kostenfaktor der Infrastruktur einer Industrienation angesehen. Manchen Regionen in Deutschland drohen wegen der demografischen Entwicklung oder des Standortfaktors wie Feinstaub (Steinkohlen-Kraftwerk Uerdingen) erhebliche Mehrkosten.

    Mit einer Zahl von gesetzlichen Hebeln machen Krankenkassen schon jetzt massiv Druck auf die Dienstleister im Gesundheitswesen, um die Rationierung voranzutreiben. Besonders betroffen sind die Schwerkranken, Alten und Armen.

    In einer bisher einmaligen Aktion will die Krankenkasse Knappschaft jetzt an Lungenkranken sparen. Jeden Hub eines Asthmasprays, den der Versicherte aus Sicht der Knappschaft zu viel verbraucht hat, sollen die behandelnden Ärzte aus eigener Tasche bezahlen.

    Bei schwergradig Lungenkranken mit Lungenemphysem und chronisch-obstruktiver Bronchitis, die bei kleinsten körperlichen Belastungen im täglichen Leben nach Luft ringen, wird überwiegend Berodual als Spray verordnet. Betroffen sind viele hundert Patienten in Nordrhein, die einen hohen täglichen Bedarf in ihrer Not haben. Viele davon haben ein Sauerstoffgerät zuhause, auf das sie jede Minute angewiesen sind, um nicht zu ersticken. Jeder kleine Infekt der Bronchien kann zum Tode führen.

    Jetzt hat die Knappschaft bei diesen Kranken die Sprayhübe im Jahr nachgezählt und ist der Meinung, dass viele ihrer Versicherten zuviel von der Arznei genommen hätten. „Unerlaubte Überdosierung von Berodual“, so die Knappschaft. Berodual Regress: Die Mehrkosten sollen die behandelnden Ärzte aus eigener Tasche bezahlen. Bei diesem Arzneimittelregress geht es zumeist um 1.000 Euro pro Patient und Jahr, wenn der teure, aber sehr wirksame Berodual-Spray von der Fa. Boehringer Ingelheim verordnet wurde. Medizinisch gibt es keine Alternative.

    Alle Patient waren wiederholt in Lungenfachkliniken wie dem bundesweit anerkannten Krankenhaus Bethanien in Moers (Chefarzt Dr. Thomas Voshaar) und wurden auf diese Therapie eingestellt. Doch durch die Krankenkasse Knappschaft werden Lungenkranke im Vergleich zu Krebskranken massiv benachteiligt, deren Krebsmedikamente um ein Vielfaches teurer sind. „Das ist ein Fall für die nationalen Lungenfachgesellschaften“, meint der Lungenspezialist.

    Mit dem Berodual-Regress versucht sich die finanziell angeschlagene Krankenkasse Knappschaft über Wasser zu halten, während ihre Versicherten nach Luft ringen wie ein Ertrinkender.

    Die Ärztekammer Nordrhein und die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein dürfen das nicht zulassen. Das Regressverfahren wurde von einer pharmazeutisch-technischen Assistentin der Knappschaft veranlasst – wohl ohne medizinischen Sachverstand. So kann sich die Knappschaft entschuldigen.

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer in Berlin sollen eingeschaltet werden, ist von betroffenen Ärzten zu hören, die für ihre Patienten und eine gute Palliativmedizin kämpfen wollen – ganz im Sinn einer Freien Ärzteschaft.

  8. no video Says:

    @ Beobi meint: „Videoüberwachung hat lediglich den Effekt der Verdrängung. Das heisst: Die Täter werden in nicht überwachte Wohnbereiche ausweichen.“

    Videoüberwachung ist gut! Dann weichen diese Typen nach Süd-Hochheide aus und so erwischt es die Bezirksvorsteherin Hildegard Fischer auf der Poststraße oder den Grindberg von der SPD.

    Ihr von der Linke Duisburg könnt also sicher sein, dass ihr bei „keine Video-Überwachung“ von der Homberger CDU und SPD unterstützt werdet.


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